Nun, erst mal sollten wir unterscheiden zwischen der Medienberichterstattung und dem Verhalten der staatlichen Behörden.
Bei dem angeführten Bericht handelt es sich um einen Artikel in der Kronen-Zeitung, einem Blatt, das nicht gerade zu den liberalen und fortschrittlichen Medienprodukten zählt. Zu erwarten, dass diese Zeitung, die in ihrer Qualität wohl der deutschen Bild-Zeitung nahe kommt, hier den Unterscheid in der Anrede transidenter Menschen kennt, ist müßig. Und es gibt hier derzeit auch keinerlei Möglichkeiten denen das beizubringen.
Etwas Andere sit der Umgang der Behörden mit dem Thema. Und hier haben wir die Erfahrung, dass der im Regelfall korrekt ist, und die Betroffenen entsprechend ihres Erscheinungsbildes und ihrer damit gezeigten Identität angesprochen werden. Vor Gericht sieht die sache dann halt etwas anders aus. Selbst dann, wenn der Richter die Betroffene als Frau anspricht, bleibt sie rechtlich gesehen nach wie vor ein Mann. Es muss dabei auch betont werden, dass die Angeklagte weder eine VÄ noch eine PÄ hat, demnach also nicht einmal als TS erkennbar ist.
Soweit ich es eruieren konnte, ist diese persone auch nicht TS, sondern es handelt sich um einen Travestiedarsteller oder einen Transvestiten.
Wäre diese Person nämlich TS, so würde ja nichts dagegen sprechen, dass er/sie eine PÄ und VÄ beantragt. Gemäß der Dienstanweisung des BMI an die Ämter der Landesregierungen vom März 2010 ist dazu weder eine GA-OP noch eine HRT oder sonst etwas erforderlich. Es muss für die Behörde (hier das zuständige Standesamt, welches seinerzeit die Geburt beurkundet hat) lediglich klar sein, dass eine weitgehende Annäherung an das äußere Erscheinungsbild des anderen Geschlechts erreicht worden ist, sowie, dass sich am Zugehörigkeitsempfinden zu diesem Geschlecht mit hoher Wahrscheinlichkeit in Zukunft nichts mehr ändern wird. (vgl Erkenntnis des VwGH vom 27. Februar 2009 Zl. 2008/17/0054-8).
Die Behörde ist gemäß Erkenntnis des VfGH vom 3. Dezember 2009 (Zl. B 1973/08-13) angehalten selbst den wahrheitsgehalt zu ermitteln. Werden also keine entsprechenden Befunde oder Gutachten vorgelegt, so muss die Behörde den Sachverhalt selber ermitteln. In Wien werden die Betroffenen durch die zuständige MA 35 zu eienr Amtssachverständigen geschickt, die, ohne Kosten für die Antragsteller, ein entsprechednes Gutachten erstellt. In anderen Bundesländern werden die Betroffenen zu privaten Gutachtern geschickt, wobei die Kosten von macnehn Ämtern selber getragen werden, von anderen im Zuge der Verrechnung von Barlauslagen der Behörde den AntragstellerInnen verrechnet. Ist das Gutachten positiv wird der Personenstand gemäß § 16 PStG geändert.
Nach Durchführung der PÄ erfolgt die VÄ durch die für den Wohnort örtlich zustänmdige Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) nach dem NÄG.
Fakt ist jedoch, dass eine PÄ und VÄ in Österreich weit unter 1000 Euro kostet (eventuelle Gutachtenkosten bereits eingeschlossen).
Hätte die in diesem Prozess Angeklagte also bereits eine PÄ und VÄ durchführen lassen, so wäe sie vom Gericht in jedem Fall als Frau angesprochen udn auch so behandelt worden. Da sie aber offensichtlich bis heute keine Anträge auf PÄ und/oder VÄ gestellt hat, ist wohl davon auszugehen, dass diese Person nicht TS ist. Somit ist eine Anrede als Frau zwar eine nette Geste, aber eine Behandlung als Frau nicht möglich.
Er/sie wird sich eben damit abfinden müssen die Strafe im Männerknast abzusitzen, wobei ich davon ausgehe, dass er/sei ohnehin eine Einzelzelle bekommen wird.
Österreich, dass sich redlich bemüht das Leben der Betroffenen zu erleichtern, nhier mit der Türkei zu vergleichen, finde ich absolut unerhört.
Liebe Grüße Angie
Ich hoffe, dass ich, als mit dem Thema TS befasste Mandatarin, etwas zur Klarheit beitragen konnte.
Die Antidiskriminierungs- und Gleichbehandlungsbeauftragte für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen des 15. Wiener Gemeindebezirks Ing.in Angelika Frasl Bezirksrätin
Danke Angie für "Licht ins Dunkle",wenn es sich nun so verhält daß besagte Person als Travestiekünstler auftritt,also als Mann in weiblicher Verkleidung zu Bühnenzwecken,und eben nicht als Frau oder TS,dann,ja dann ist sowohl die Kronenzeitung wegen korrekter Berichterstattungt zu rehabilitieren,der Richter wegen gesetzeskonformer Vorgehensweise,und was bleibt ist ein Sturm im Wasserglas,und die Lehre daraus schon genau hinzusehen um nicht Opfer der eigenen Vorurteile durch undifferenzierte Betrachtung und Vergleichen zu werden und dadurch eine nationale Krise heraufzubeschwören.*lach zwinker grins *geht nicht gegen dich liebe Kim.....kann mir auch passieren,sollte uns beide wachsamer machen... Alles Liebe Ella
Am Rande des Abgrundes ist die Aussicht doch recht schön! Wollen tät`ich schon mögen,aber dürfen trau ich mich halt nicht! (Karl Valentin) Das Gegenteil von Nachdenken,ist positives Denken. (Alfred Dorfer,Kabarettist) Das einzig Unwandelbare ist der Wandel. (Laotse)
Wirklich nett von Dir Sandra,wenn du es auch so siehst,intressanter Gedankenaustausch ja,ein wenig fürchtete ich ja schon wegen meiner machmal(hoffentlich konstruktiven)auf jeden Fall doch wohlmeinenden Kritik von der einen oder anderen hier über die höchsten Alpenpässe gewunschen zu werden.Ich bin nun mal in meinem Leben dazu verurteilt offen und gerade meine Meinung zu äußern,täte ich das nicht bräucte ich mir den Luxus eine zu haben ja gar nicht leisten. So lege ich schon mal meine Finger da drauf wo ich so meine Senf dazu geben oder zur Debatte stellen möchte,ohne es persönlich zu meinen,alle Diskusionsteilnehmerinnen sind ja hier mit ihren Statments vetreten und die Peson die dahinter steht ist mir ja eigentlich nicht bekannt,so bin ich immer bestrebt auch nach härteren vebalen Schlagabtausch einen vesöhnlichen Nenner wieder herzustellen und das Thema zu abstrahieren.Ein schlechter Nachgeschmack verbleibt nur dann wenn sich das Gegenüber ohne wirklich auf Argumente eizugehen oder Standpunkte zu revidieren einfach aus dem Treat ausklinkt. Wie auch immer ,ein schönes Wochenende euch allen Ella
Am Rande des Abgrundes ist die Aussicht doch recht schön! Wollen tät`ich schon mögen,aber dürfen trau ich mich halt nicht! (Karl Valentin) Das Gegenteil von Nachdenken,ist positives Denken. (Alfred Dorfer,Kabarettist) Das einzig Unwandelbare ist der Wandel. (Laotse)
Wirklich nett von Dir Sandra,wenn du es auch so siehst,intressanter Gedankenaustausch ja,ein wenig fürchtete ich ja schon wegen meiner machmal(hoffentlich konstruktiven)auf jeden Fall doch wohlmeinenden Kritik von der einen oder anderen hier über die höchsten Alpenpässe gewunschen zu werden.Ich bin nun mal in meinem Leben dazu verurteilt offen und gerade meine Meinung zu äußern,täte ich das nicht bräucte ich mir den Luxus eine zu haben ja gar nicht leisten. So lege ich schon mal meine Finger da drauf wo ich so meine Senf dazu geben oder zur Debatte stellen möchte,ohne es persönlich zu meinen,alle Diskusionsteilnehmerinnen sind ja hier mit ihren Statments vetreten und die Peson die dahinter steht ist mir ja eigentlich nicht bekannt,so bin ich immer bestrebt auch nach härteren vebalen Schlagabtausch einen vesöhnlichen Nenner wieder herzustellen und das Thema zu abstrahieren.Ein schlechter Nachgeschmack verbleibt nur dann wenn sich das Gegenüber ohne wirklich auf Argumente eizugehen oder Standpunkte zu revidieren einfach aus dem Treat ausklinkt. Wie auch immer ,ein schönes Wochenende euch allen Ella
Am Rande des Abgrundes ist die Aussicht doch recht schön! Wollen tät`ich schon mögen,aber dürfen trau ich mich halt nicht! (Karl Valentin) Das Gegenteil von Nachdenken,ist positives Denken. (Alfred Dorfer,Kabarettist) Das einzig Unwandelbare ist der Wandel. (Laotse)
Ella, ich nehme an, dass Du mich mit dem "ausklinken" meinst. Erstens gibt es bei mir ein Leben ausserhalb des Internets, zum anderen finde ich es völlig legitim Aussagen auch einmal nur stehen zu lassen. Der Thread war von mir sowieso nicht als Schlagabtausch gedacht, sondern als Fragestellung. Und die habt ihr oben ja bereits beantwortet.