erstmal vielen dank, nicole, dass du die beschreibung dieser kategorie erweitert hast. ich bin eher serien- als film-fan ...
und dann wollte ich schon seit ein paar wochen mal etwas über "the big bang theory" http://de.wikipedia.org/wiki/The_Big_Bang_Theory schreiben. ich habe mich daran festgekuckt. warum? das sag ich jetzt:
die hauptfiguren der serie sind zunächst mal vier jungs. leonard hoffstaedter, doktor der experimentalphysik, sheldon cooper, doktor der theoretischen physik, rajesh koothrappali, doktor der astrophysik, und howard wolowitz, kein doktor, ingenieur der angewandten raumfahrtphysik. sie arbeiten alle an einem wissenschaftlichen institut in pasadena. sie sind konsequente denker und verfügen über ein nicht enden wollendes repertoire an amüsanten sozialpathologien.
sie sind also nerds. sie gehören zu denen, die als kind permanent gemobbt und ausgegrenzt wurden. und zu jenen, die nie eine freundin abbekommen haben. sie schauen zusammen regelmäßig star wars und star trek und sind auch sonst bewandert in der angewandten sci-fi-trivialkultur, sie lesen superhelden-comics und diskutieren gerne mal aus physikalischer sicht, ob man bei superman von springen oder fliegen reden muss, sie zocken computerspiele genauso wie irgendwelche tabletop-kartenspiele und ihre zimmer stehen voller fan-artikel in limitierter auflage.
im verlauf der staffeln kommen immer mehr frauen ins spiel. die folge davon ist, dass sie in ihren konstruierten und nett eingerichteten lebenswelten immer mal kräftig ins trudeln kommen. und um es nicht zu unterschlagen: auch ein nerd sehnt sich nach liebe, zweisamkeit und ... sex (sheldon cooper mal ausgenommen). wie das alles zusammenpasst ... oder vielleicht auch nicht ... ist gegenstand der erzählung.
und warum finde ich das so toll? nun, mir ist diese lebenswelt alles andere als fremd. ich war auch lange für mich alleine und habe meine eigene welt etabliert. ich hab noch ne menge comics hier rumstehen, ich habe begeistert sci-fi-filme und -serien gekuckt und ich spiele immer noch in einer runde fantasy-rollenspiele. ganz zu schweigen von coolen pc-games - wenn auch nicht mehr so besessen wie früher. und ich finde physik klasse. ich hatte mal physik-leistungskurs in der schule. und ich habe das sogar mal (offiziell) 2 semester studiert. ich habe eine schwäche für menschen, die konsequent denken, und mir wird warm um's herz, wenn man sich so neue horizonte erschließen kann. ich habe kaum eine ahnung von der string-theorie, aber ich finde sie sexy. ich lasse mir gerne etwas darüber erzählen
das schöne an dieser serie ist, dass diese typen, die in manchen aspekten so weltfremd sind, auf eine zwar humorvolle, aber auch sehr sympathische und verständnisvolle weise in szene gesetzt werden. leonard ist zwar klein, laktose-intolerant, asthmatiker und potentiell grundsätzlich verunsichert, aber wenn er mal weiß, was er will, dann lässt er nicht locker. sheldon ist so hyper-intelligent, dass er sozialkontakte für irrelevant hält - muss aber spüren, dass seine theoretische betrachtungsweise des menschlichen miteinanders häufig grenzen haben. zudem hat er alle hände damit zu tun, seine phobien in seinen alltag einzubetten. raj bringt als inder jede menge bollywood-charme mit, der leider nicht zur geltung kommt, weil er in der gegenwart von frauen kein wort über die lippen bringt, und howard hat einen total schmierigen, übergriffigen und penetranten charme (und kleidungsstil!), dass er einer schon wieder leid tut, weil es reine kompensation ist und er es anders nicht kann.
und von den mädels, die auch klasse sind, habe ich jetzt noch gar nicht geschrieben.
ich fühle mich denen verbunden. weil ich selbst ein bisschen so bin. und wenn es einer gelingt, sich selbst und seinen mitmenschen mit akzeptanz und empathisch und humorvoll zuzuwenden, ist alles grundsätzlich ganz und gar hervorragend ... vielleicht ist das auch aus transsexueller perspektive ein bisschen herzerwärmend. bei mir funktioniert's jedenfalls
"Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen, das immer dann die Ruhe verliert, wenn von ihm verlangt wird, dass es nach Vernunftgesetzen handeln soll." - Oscar Wilde “Ohne eine Abweichung von der Norm ist kein Fortschritt möglich.”- Frank Zappa "Samstag ist Waschtag." - Sheldon L. Cooper "I had a flashback of something that never existed" - Sara Digitala "Fuck Size Zero" - Carolin Kebekus
Liebe Steffi, zuerst mal zur Erweiterung der Kategorienüberschrift: Desweiteren nur: ich schaue mir "The Big Bang Theory" nicht bewußt (oder auch bewußt nicht) an, weil ich die Charaktere und deren Handlungsweisen als genauso überzogen, klischeehaft, unbeholfen, plump, hysterisch, tolpatschig, beschränkt, etc. empfinde, wie die Darstellung der Protagonistenrollen bei z.B. "Friends", "Monk", "Sex and the City" oder "Eine schrecklich nette Familie". Das mag die Serie mit schrulligem Humor und bewußtseinserweiternden Weltanschauungen anreichern, aber auf mich wirken solche Überzeichnungen auf Dauer eher nervig denn unterhaltsam. Wenn ich grad mal Langeweile hab und es läuft, schau ich mal rein... werde jedoch meist nach wenigen Minuten in meinem Urteil bestätigt.
Wobei meine Sicht der Dinge natürlich Neugierige nicht davon abhalten soll, sich diese 'Urknalltheoretiker' mal anzusehen...
Zitat von Nicole Melanie ... Desweiteren nur: ich schaue mir "The Big Bang Theory" nicht bewußt (oder auch bewußt nicht) an, weil ich die Charaktere und deren Handlungsweisen als genauso überzogen, klischeehaft, unbeholfen, plump, hysterisch, tolpatschig, beschränkt, etc. empfinde, wie die Darstellung der Protagonistenrollen bei z.B. "Friends", "Monk", "Sex and the City" oder "Eine schrecklich nette Familie". Das mag die Serie mit schrulligem Humor und bewußtseinserweiternden Weltanschauungen anreichern, aber auf mich wirken solche Überzeichnungen auf Dauer eher nervig denn unterhaltsam. Wenn ich grad mal Langeweile hab und es läuft, schau ich mal rein... werde jedoch meist nach wenigen Minuten in meinem Urteil bestätigt.
ich verstehe, was du meinst. aus irgendwelchen typen mit macken werden überzeichnete figuren gemacht, und dann wird das überstrapaziert (à la schrecklich nette familie oder ähnliches) und ja, das nervt mich auch.
die big bang theory läuft ja auch schon länger, und ich habe es nie gekuckt. jetzt klebe ich doch überraschend daran fest. ich denke, das ist mir passiert, weil ich es tatsächlich empathisch gemacht finde. und weil alle bereiche des lebens aus einer ungewohnten sichtweise gezeigt werden. und ... wenn du the big bang theory überzeichnet findest, dann warst du noch nicht auf einem rollenspiel-fanfor. das ist noch tausendmal schräger. und ich bildete damals auch so eine gruppe, mit drei kumpels. wir hatten auch keine freundinnen abbekommen, versuchten, mit unserer einsamkeit klarzukommen und strengten dazu allerlei theorien an. heute, da ich um mich besser bescheid weiß, rührt mich das.
"Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen, das immer dann die Ruhe verliert, wenn von ihm verlangt wird, dass es nach Vernunftgesetzen handeln soll." - Oscar Wilde “Ohne eine Abweichung von der Norm ist kein Fortschritt möglich.”- Frank Zappa "Samstag ist Waschtag." - Sheldon L. Cooper "I had a flashback of something that never existed" - Sara Digitala "Fuck Size Zero" - Carolin Kebekus
Mir half die Serie "the big bang theory" im Unterricht als Einstieg zum Thema Urknall. Die Serie kannten alle - Selber stand ich allerdings nur einige, ganz wenige, Folgen durch. Bei "Rote Rosen" ging das bei mir über Jahre und hält noch (teilweise) an... Bin halt schon eine etwas ältliche Lehrerin
Liebe Grüße ab
P.S. 'Rollenspiele' interessierten mich nie - sogar beim Fasching(Karneval) hatte ich mit Verkleidungen Probleme. Wenn es dienstlich nötig war(Schulfasching), kam daher so normal wie möglich. In den ersten fünf Jahrzehnten war ich ja ohnehin ständig verkleidet, das reichte mir völlig.
FÜR: Menschenrechte, eine gelebte demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Zitat von ab[...] 'Rollenspiele' interessierten mich nie - sogar beim Fasching (Karneval) hatte ich mit Verkleidungen Probleme. [...]
Ich ging damals auch eher auf Geheiß meiner Eltern kostümiert zum Karnevalstreiben, soweit angeordnete Pflichtveranstaltung; dazu hatte ich ein und das selbe Kostüm, jedes Jahr: Cowboy... so chic wie eben möglich, kein billiger Kram (Jeanshemd, Echtlederweste mit Fransen und Nieten, geflochtener Hut mit Fransenbesatz, authentische Pistolen und Munitionsgürtel...) - keinerlei Schminke, Bemalungen, falsche Bärte oder ähnlich grausiges Zeugs! Wahrscheinlich hätte ich mich schon damals wesentlich mehr dafür begeistern können, wenn ich insgesamt etwa SO ausgesehen hätte: #backtotopic
jaaaaa, lena, wir haben sie ja auch täglich zusammen gekuckt. wir beide wissen wo
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ja, die folge mit dem kartentrick ist göttlich. sheldon, mit dem IQ von geschätzen 180, kapiert nicht, wie er auf das simpelste auf den arm genommen wird. und er setzt alle hebel in bewegung (inklusive dem einsatz von radioaktivem uran), um dahinter zu kommen. so jemand gewinnt den nobelpreis, ganz sicher.
der charme der serie kommt über die charaktere, ja. die nerds sind gleichzeitig so schrullig, aber auch so authentisch entworfen, dass es echt gut funktioniert. es hilft auch, wenn man ein bisschen was von physik versteht, das trägt dazu bei, die authentizität der charaktere zu erkennen. in neuen folgen lernt raj, der nicht mit frauen sprechen kann, eine süsse sozialphobikerin kennen. sie sitzen sich an einem tisch gegenüber und unterhalten sich via SMS. kam gestern abend.
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