Sooooo süß. Da kann ich meinen Familienwunsch stellvertretend ausleben Und meine weibliche Spielfigur hab ich so richtig ins Herz geschlossen, sie hat große dunkle Augen und winkt mir öfter ganz lieb zu. Das ist geradezu unbeschreiblich süß, so sehr, dass ich manchmal zurückwinke Und dann schickt sie mir E-Mails... wo sie z. B. danke sagt und dann erwähnt, dass sie zu essen braucht usw. Sie zu beobachten, wie sie ins Bürozimmer läuft, dann "klack-klack-klack" in die Tasten haut und dann ein E-Mail auf dem Bildschirm erscheint... sooo süß
Und manchmal freut sie sich so sehr, dass sie hüpft.
Meine hat schon geheiratet und ein Kind, welches sie jetzt ständig mit sich herumträgt. Jetzt lass ich den Mann die ganze Hausarbeit machen und schone sie. *kicher*
Ich kann damit irgendwie mein "Leben nachholen". Eine richtige klassische Familie haben. Ich sehne mich in Wirklichkeit nach Normalität, auch wenn es jetzt ganz anders gekommen ist. Aber hier kann ich stellvertretend ein ganz normales Leben führen und die Spielfiguren über mehrere Generationen hinweg begleiten.
Was mir das Herz bricht, ist der Abschied von einer Spielfigur. Mit zirka 60 legen sie sich ins Bett und sterben, der Geist erscheint und winkt dir ein letztes Mal zum Abschied zu.
Herzzerreißend.
Vor allem weil die Figuren nicht recycelt werden -- der Abschied ist endgültig, die Figur wird nie wieder auftauchen.
Wie im echten Leben.
Du hast das Leben der Figuren miterlebt, du hast dich mit ihnen gefreut, mitgelitten, ihre Beförderungen erlebt, mit ihnen das Haus repariert, die Kinder aufwachsen sehen, zwischendrin hast du sie immer wieder durch Lob und kleine Besorgungen glücklich gemacht, so dass sie hüpfen und dir zuwinken -- soooo unbeschreiblich süß... Und dann sterben sie. Wie furchtbar. Vor allem wenn man so "intensiv" dabei ist wie ich. Ich lebe stellvertretend meinen Nachholbedarf bzw. meinen Familienwunsch aus und investiere daher wohl etwas zuviel an Emotionen...
Jetzt, wo sie älter werden, ändern sich nach und nach die Interessen meiner Figuren. Sie ruhen sich öfter aus, lauschen Naturgeräuschen, kümmern sich um die Pflanzen, füttern die Vögel. Sie arbeiten nicht mehr so viel. Der Hausherr zieht gar die Einsamkeit vor, wird zum Eigenbrötler.
Wenn die Eltern gestorben sind, werde ich das Haus dem Sohnemann übergeben. Der ist richtig intelligent... und pflichtbewusst... Hat immer brav gelernt und sich an der Hausarbeit beteiligt. Aber ich hab ihn auch ein bisschen dazu angetrieben... Mal sehen, welches hübsche Mädel er heiraten wird. Und diesmal werd ich versuchen, dass sie mehr Kinder kriegen als nur ein einziges. Mein jetziges Pärchen, Maya und Marcetto (die Namen kann man ändern, ich hab sie aber so gelassen, wie sie sind, denn die Namen gefallen mir ), haben nur ein einziges Kind gehabt, einen Jungen namens Snap. Mehr Kinder wollten sie nicht. Wann immer ich's versucht habe, haben sie sich nur umarmt und dann irgendwann gestritten -- nein, sie wollten kein zweites
Ich fürchte mich nur richtig vor dem Tod. Abschiede schmerzen immer, wenn man entsprechend Emotionen investiert hat -- auch wenn sie nur virtuell sind. Thalia hatte zum Thema Abschiednehmen ja einen Thread eröffnet... Nun ja, was soll ich sagen, diese Themen sind zumindest verwandt...
So, ich kümmer mich mal weiter um meine Happy Family
Na, Sandra... dann verstehst du ja sicher mittlerweile sehr gut, warum ICH so gerne "Die Sims 3" spiele!? Der Unterschied ist dort allerdings, daß man selber in den Voreinstellungen bestimmen kann, wie lang jeder Lebensabschnitt (Baby / Kleinkind / Kind junger Erwachsener / Erwachsener / Greis) separat dauern soll und ob der Lebenszyklus der 'Sims' nun KURZ (nur wenige virtuelle Tage) oder sogar EPISCH (mehrere Tausend virtuelle Tage) andauern soll. Man hat die Möglichkeit, seinen Charakter wirklich detailgetreu bis in die Nasolavialfalten real existierenden Personen nachzuempfinden, diese mit -zig verschiedenen sehr interessanten Charaktereigenschaften auszustatten und ein ganzes virtuelles Leben lang neue Fähigkeiten bis hin zur absoluten Perfektion zu erlernen (z.B. ein Musikinstrument virtuos beherrschen) und im sozialen Umfeld Bindungen zu anderen Sims (z.B. den Nachbarn, Arbeitskollegen, Vorgesetzten, aber sogar Außerirdischen...) aufzubauen und zu pflegen. Man kann Häuser bauen, Fortbewegungsmittel benutzen, mit Fremden oder Bekannten Parties feiern, sich auf der Arbeit richtig reinknien oder auch total hängen lassen, die Varianten sind fast unendlich facettenreich. Neue Erweiterungspakete sind stetige Bereicherung, man kann Urlaub machen, in der Stadt Shoppen oder Feiern gehen, Gartenbau betreiben und die Früchte seines grünen Daumens weiterverarbeiten und verkaufen, mittlerweile wohl sogar Haustiere (Hunde, Katzen, Kleintiere und diesmal sogar Pferde) halten, etc. - you name it, "The Sims 3" has it!