Und was das Informationskästchen unten betrifft: Es dürfte das erste Mal sein, dass ich eine Definition in solcher Klarheit gelesen habe. Zitat: "Bei transsexuellen Menschen herrscht eine Diskrepanz zwischen den körperlichen Geschlechtsmerkmalen und der Geschlechtsidentität: Es sind Männer, die mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren werden und Frauen, die mit männlichen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommen."
Ja, exakt so ist es. Wir sind MÄNNER bzw. FRAUEN (je nachdem). Und daneben gibt es noch die Vielzahl derjenigen, die sich nicht der Geschlechtsbinarität Mann/Frau zuordnen wollen. Auch prima. Letztlich sind wir alle Menschen.
Mich irritiert allerdings so mancher Kommentar... Aber das ist so üblich, das war bisher überall so. Ich frage mich ernsthaft, wie manche Leute zu ihren Ansichten kommen. Eine/r spricht schon wieder über die "wahren Transsexuellen" aufgrund irgendeines willkürlichen Kriteriums; erinnert ihr euch noch an unsere Diskussion im alten TGW über diskriminierende Aussagen aus den eigenen Reihen, wer alles zu den "echten Transidenten" zählt und wer nicht?
Hey Sandra... danke erst einmal. Was ich ein bisschen schade finde ist, dass die Redakteurin meinen Schluss nicht drin hatte (liegt wohl auch daran, dass Kürzen völlig normal ist). Was ich gerne noch am Ende haben wollte ist das folgende:
Zitat aus meiner Mail an die Redakteurin:
"Das andere was mir am Ende ein wenig untergeht ist, dass ich denke, dass zwar das Antidiskriminierungsgesetz reformiert werden müsste, es aber als viel dringlicher erachte, dass das Bild, das über transsexuelle Menschen in Deutschland existiert, sich ändern müsste, um Diskriminierung zu verhindern. Und dazu gehört in erster Linie das Selbstbewusstsein transsexueller Menschen, sich gegen stereotype Vorstellungen, die über Transsexualität existieren, zur Wehr zu setzen. Es sollte klar sein, dass derjenige, der beispielsweise eine transsexuelle Frau als "Mann, der sich wie eine Frau fühlt" oder "ehemaliger Mann" bezeichnet, in Wirklichkeit ein Problem damit hat, seine steterotypen Vorstellungen von Geschlecht und die tatsächliche geschlechtliche Realität auseinander zu halten und nicht diese Frau per se ein Problem hat. Er reicht sein Problem aber an diese Frau weiter.
Und in Deutschland machen wir leider immer noch ein Problem aus transsexuellen Menschen, das sieht man ja schon an Gesetzen wie dem Transsexuellengesetz, das bis heute transsexuellen Menschen nicht das Recht gibt selbst über ihren Geschlechtseintrag zu entscheiden.
Dabei sind aber ja nicht transsexuelle Menschen das Problem, sondern die stereotypen Vorstellungen, die über transsexuelle Menschen immer noch existieren. Das darf sich ruhig ändern."
Bei den Kommentaren mal wieder ein typischer Lapsus: "...was Hoden hat, ist ein Mann, was eine Gebärmutter hat, ist eine Frau..." - soll heißen; jede(r) der / die dies für sich nicht akzeptiert, ist krank im Kopf. Es gibt noch viel zu tun in Sachen Öffentlichkeitsarbeit, die ultimative Aufklärung und Akzeptanz wird man wohl nie wirklich erreichen. Wenn an anderer Stelle behauptet wird, ein kleines Kind sei überhaupt noch nicht fähig zu spüren, welches Geschlechtsempfinden es habe, es sei dafür noch nicht erfahren genug oder Ähnliches, dann finde ich denjenigen, der diese Aussage tätigt, bemitleidenswert. Verhält sich z.B. ein Fünfjähriger 'Junge' wie ein Mädchen, dann ist das "nur so eine Phase", es "wird sich schon legen". Ist dieser 'Junge' aber 15, dann muß er halt schwul sein... Ist er 25, dann ist er ein psychisch kranker Perverser, u.s.w. - Daß es sich bei dem 'Jungen' um ein Mädchen handelt, bei dem lediglich der Körper die falschen Geschlechtsmerkmale entwickelt hat, kann man den Leuten zwar vorhalten und erklären, wirklich nachvollziehen können es aber wohl die Wenigsten, solange sie nicht selber davon betroffen sind. "Es kann nicht sein, was nicht sein darf!" ist leider noch die Lebensmaxime vieler Mitmenschen. Sei eindeutig Mann oder eindeutig Frau, je nachdem, wie dein Körper aussieht und ansonsten sei lieber tot...