Ich wollte vorschlagen, daß wir hier Warnungen vor Falschinformationen im Web sammeln. Bitte verstümmelt Webadressen, damit die nicht zum Link von hieraus werden.
Ich mache mal den Anfang mit dijg.de kommt laut Impressum raus mit
ZitatDeutsches Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) Dr. Christl Ruth Vonholdt Offensive Junger Christen – OJC e. V.
Ein offensichtlich evangelikales Angebot, das in der Aufmachung pseudowissenschaftlich daherkommt. Trans- und Homosexualität werden als heilbar dargestellt, wenn Du nur "genug an Gott glaubst".
Typisch für die Ansicht dieser Organisation ist dieser Abstrakt
ZitatTranssexualität: „Geschlechtsumwandelnde“ Operationen ?als Lösung für einen psychischen Konflikt? ... Im Artikel geht es vor allem um Männer, die transsexuell empfinden und sich eine „Geschlechtsumwandlung“ wünschen. Die Autoren zeigen auf, dass betroffene Menschen an tiefen Gefühlen der Selbstverunsicherung und Selbstablehnung leiden. Sie werben für ein stärkeres psychotherapeutisches Engagement, auch für mehr Prävention, und stellen die "chirurgische Lösung" in Frage.
Vor allem Zweifelnde und vermeintliche Geschlechtsrückkehrer sowie dubiose wissenschaftliche Ansichten werden als Wahrheit dargestellt. Ich kann nur warnen, irgendetwas von diesem Webangebot als objektiv anzusehen.
Kennt Ihr noch weitere Webseiten, vor denen gewarnt werden sollte?
DIJG sollte vom Netz genommen werden meiner Meinung nach, oder wenigstens ihren Namen ändern. Diese Seite ist finde ich zu leicht mit DGTI zu verwechseln. Außerdem sollte der Name Institut nicht stehen, denn hier werden keine wissenschaftlichen Fakten genannt.
Tja, leider ist das mit "vom Web nehmen" nicht so einfach. Letztlich ist das Meinungsfreiheit. Solange nicht jemand beleidigt oder plump kopiert wird, ist das schwierig. Und wir wissen ja: Das Internet vergisst nichts.
LG Claudia
P.S.: Luisa, Dein neues Avatarbild gefällt mir viel besser.
Leichtgläubige bekommen hier reichlich Nahrung angeboten. Nicht Betroffenen fällt es oft äusserst schwer, auch nur etwas von dem nachvollziehen, was mit uns Passiert. Ihre "Warheit" wird durch solche Berichte natürlich bestätigt. Erreichte Akzeptanz kann wieder verloren gehen. Leider ist den Autoren nicht bewusst wieviel LEID sie damit auslösen könnnen...
Ich denke, Becky, den Autoren auf obiger Seite ist das egal, welche negativen Folgen solche Falschbehauptungen haben könnten. Sie haben sich ihr eigenes Weltbild gebastelt, da passt das abstruseste Konstrukt hinein oder wird passend gemacht. Und vor allem, sie glauben, daß sie Recht haben. Mit solchen Leuten ist es nahezu unmöglich, eine sachliche Diskussion zu führen.
Der Thematik nicht Kundige können den Wahrheitsgehalt nicht oder schlecht beurteilen. Da entstehen dann leicht Irritationen oder falsche Ansichten über uns.
Aus diesem Grund ist es wichtig, diese Seiten mit irreführenden Behauptungen zu benennen und davor zu warnen.
ja, das DIJG ist eine ziemliche Propagandamaschine. Mit diesen Herrschaften lohnt es nicht zu diskutieren, denn sie empfinden das als richtig, was sie propagieren. Und sie benennen das, was sie als Gefahr sehen - für die Moral, für die Kinderlein, für die Gesellschaft.
Warum sie Homo..., Trans.... usw. als Gefahr ansehen? Darüber können wir endlos diskutieren. Aber wieso? Warum in deren Gedankenwelt hineinversetzen? Mir reicht es mittlerweile, sie als meine Feinde zu identifizieren, von denen ich mich fernhalte. In meinem früheren Berufsleben bei einer untergegangenen Wochenzeitung mit christlichem Background und Finanzierung sind mir diese Sichtweisen öfter untergekommen. Und auch die Namen kommen mir arg bekannt vor.
Aus dieser Zeit weiß ich auch, dass deutsche Protestanten viel radikalere Ansichten haben können als ihre katholischen Mitbrüder und -schwestern. Und das DIJG gehört zum evangelikalen Teil der Protestanten, die sich durch die relativ liberale Amtskirche (das ist die EKD) in die Ecke gedrängt fühlen (wo sie auch hingehören). Auch daraus erklärt sich ihr radikales Auftreten mit viel Schaum vor dem Mund. Auf katholischer Seite steht kath.net dem allerdings in nichts nach, wie die Berichterstattung über Conchita gezeigt hat.
Also Augen auf und auf die Scharlatane hinweisen! Bekehren werden wir die nicht mehr in diesem Leben.
Vivian
PS: Nachdem ich längere Zeit hier nichts mehr geschrieben habe, hat mich das Thema doch wieder gejuckt. Ich werde aber wieder was in meinem Vorstellungsthread ergänzen, denn ihr hattet mich so nett aufgenommen. Und zwischendurch ist einiges passiert.
wir sollten uns bewußt sein, dass extreme Religiosität den Charakter einer psychischen Erkrankung hat. Diskussionen sind daher meist sinnlos, da Heilung psychischer Probleme die Einsichtsfähigkeit des Patienten voraussetzt. Heilung ist schwierig, aber möglich. Von Sekten kann man loskommen, da kenne ich Fälle. Es gibt natürlich viele vernünftige religiöse Menschen. Ähnlich wie bei Alkohol ist die Dosis entscheidend.
Liebe Grüße ab
P.S. Liebe Luisa, Dein neues Avatarbild gefällt mir auch sehr gut! Gratuliere!
FÜR: Menschenrechte, eine gelebte demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Danke für den Thread, ich finde es gar nicht so unwichtig darüber zu diskutieren. Meine Mutter kam auch mal mit den Seiten dieser Organisation an, sodass ich einen Moment echt schockiert war, dass sie das glauben konnte. Aber ja, wenn man nicht den nötigen Überblick hat, geht man soetwas wohl schnell auf den Leim.
Dabei ist es gar nicht so schwer, deren Argumente auseinanderzunehmen. Die Logik reicht da offenbar nicht sehr weit, wenn man nur ein bisschen weiter denkt und einfache Schlüsse aus den zugrundeliegenden Aussagen zieht, kommt man schnell darauf was für ein Unfug das ist. Wenn ich mir z.B. hier http://kath.net/news/45975 mal die Formulierung hernehme:
ZitatEin Weg der Bekehrung ist notwendig: Das gilt sowohl für wiederverheiratete Geschiedene, als auch für diejenigen, die in homosexuellen Beziehungen leben. Man muss ihnen helfen, einzusehen, dass dies nicht der Plan Gottes ist. Wenn sie unfähig sind, den Lehren der Kirche zu folgen, sollen sie das mit Demut einsehen, Gott um Hilfe bitten, beichten und versuchen, nicht mehr zu sündigen. Wir können Gottes Plan nicht ändern. Wir können uns aber daran erinnern, dass mit unseren Sünden Gott endlos barmherzig ist.
Wenn Gott endlos barmherzig wäre, wäre es ja quasi ohnehin egal, er verzeiht ja alles, also brauche ich mir überhaupt gar keine Gedanken zu machen ob ich mit irgendetwas sündige, die Verwendung des Begriffes Sünde wird dadurch gar überflüssig, weil es keinen Unterschied mehr gibt zwischen der Konsequenz von nicht-sündigem und sündigem Verhalten. Es würde mich einmal interessieren, was Theologen dazu sagen..^^ Es kann jedenfalls nur funktionieren, wenn es doch eine Einschränkung von Gottes Barmherzigkeit gibt, also Gott eben nicht endlos barmherzig ist. Das würde ihn dann aber in ein nicht mehr ganz so glänzendes Licht rücken, außerdem wäre dann die Formulierung einfach falsch.
Aussagenlogik lernt man in der Regel spätestens im ersten Semester Mathematik kennen.. Und deswegen glaube ich auch nicht an einen Herrn (einen Mann sowieso ja schonmal gar nicht...^^) im Himmel wie er in der Bibel steht, weshalb ich auch mit der Bibel nicht unbedingt so viel anfangen kann (abgesehen davon, dass da viele Naturphänomene geschildert werden, die Sintflut ist nur eines von vielen, ich bin mir sicher, dass viele Geschichten von Engeln und anderen Erscheinungen etwas mit atmosphärischen Phänomenen wie z.B. Halos zutun haben, die man damals natürlich noch nicht erklären konnte). Das Einzige was die Bibel aber für mich wirklich an Wert hat, ist die Vermittlung der Geschichte und der Aussagen Jesu und die ist eine ganz andere als die der Kirche, die diese Aussagen leider nicht verstanden hat. Das beweist schon allein die Existenz dieser Institution, die Jesus niemals gewollt hätte.
Die höchste Macht ist jedenfalls für mich etwas anderes.
Manche haben sich leider zum Ziel gesetzt sich irgendwelche Geschichten zu ihrer Selbstdarstellung und Selbsterhaltung zurechtzubiegen und man sollte nicht müde werden, das zu hinterfragen und genau das hat Jesus auch getan.
Jag har aldrig glömt vem jag var, jag har bara låtit det sova. Kanske hade jag inget val, bara viljan att finnas kvar.
Zitat von Christin Wenn Gott endlos barmherzig wäre, wäre es ja quasi ohnehin egal, er verzeiht ja alles, also brauche ich mir überhaupt gar keine Gedanken zu machen ob ich mit irgendetwas sündige, die Verwendung des Begriffes Sünde wird dadurch gar überflüssig, weil es keinen Unterschied mehr gibt zwischen der Konsequenz von nicht-sündigem und sündigem Verhalten. Es würde mich einmal interessieren, was Theologen dazu sagen..^^ Es kann jedenfalls nur funktionieren, wenn es doch eine Einschränkung von Gottes Barmherzigkeit gibt, also Gott eben nicht endlos barmherzig ist. Das würde ihn dann aber in ein nicht mehr ganz so glänzendes Licht rücken, außerdem wäre dann die Formulierung einfach falsch.
Ja so denke ich da auch letztendlich. Ich gehe aber noch ein Schritt weiter und sehe ihre Ansicht über Gott als falsch an, zumindest was es bedeuten würde ihn zu folgen. Gott kann keine dieser Gebote von uns fordern, selber in seiner Schöpfung aber Tiere erschaffen die so gut wie alle keine ewige Bindung zu ihren Partner haben und genauso Homosexuell und Trans sind wie wir Menschen. Dazu kann Gott auch nicht uns einen freien Willen geben und dann aber fordern, dass wir ihn nicht nutzen. Dazu sollte man sich mal fragen wie ein Buch was Jahrtausende erstmal Mündlich überliefert wurde, überhaupt irgendeiner Wahrheit ensprechen kann. Sind wir Menschen wirklich so primitiv dass wir immer in irgendeinen Buch nachschauen müssen wenn es um Entscheidungen geht oder hat uns Gott nicht eben genau diese Fähigkeit gerade gegeben?
Glauben und Gott sind ein ganz schwieriges Thema und vor allem sehr, sehr persönlich. Thema meines Abiturkolloqiums (evangelische Religion) war die Bergpredigt, die mich immer sehr beeindruckte. Für mich persönlich ist Gott zunächst einmal nicht fassbar, daher weigere ich mich zu spekulieren, was er genau will und nicht will. Andererseits schenkte Gott dem Menschen das Gewissen und die Einsicht in gut und böse. In der Bibel stehen die zehn Gebote und zahlreiche Gleichnisse, die uns beim Verständnis helfen. ==> Ich hoffe, ich drückte mich hier einigermaßen verständlich aus.
Wenn nun jemand zu mir sagt: Gott fordert dies oder Gott fordert jenes, dann halte ich ihn für nen Scharlatan oder vermute ein durch eine Sekte ausgelöstes psychisches Problem. (vgl. Betreiber obiger Webseiten) *) Aber Werte, die z.B. in der Bibel vermittelt werden, schätze ich und halte sie für richtig. Von der Aussagenlogik halte ich viel. (Hübscher Seitenhieb, Laura!! Danke!) Sie eignet sich perfekt, Widerspüche bloßzulegen. Andererseits für mich ist "Gott" absolute Logik und entzieht sich gerade dadurch jedweder Logik. (Als Vergleich, der sicher extrem hinkt: In der Quantenmechanik versagt die klassische Mechanik und sie bleibt, ihrem Wesen nach, unverständlich z.B. Welle-Teilchen)
Liebe Grüße ab
*) Natürlich schätze ich durchaus gute Auslegungen durch Theologen (z.B. in Predigten), denn auch so komme ich zu tieferen Einsichten. --> "Gottes Willen zu verstehen", geht aber, meiner Ansicht nach, schon vom Prinzip her, nicht!! Sonst wäre es nicht "Gott" d.h. der Begriff "Gott" wäre sinnlos
FÜR: Menschenrechte, eine gelebte demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Jeder Glaube ist gut und richtig, solange man nicht damit Menschen indoktriniert oder diskriminiert, was aber genau bei fast allen Religionsgemeinschaften der Fall ist.
Ich denke, wir sollten an dieser Stelle Schluß machen mit irgendwelchen allgemeinen Glaubensbetrachtungen. Das Problem ist dabei, daß sich manche Menschen durch derartige Auslegungen leicht auf den Schlips getreten fühlen. Manche empfinden das als Blasphemie, andere können das locker betrachten. Da Glaubensauslegungen nicht ein Hauptthema dieses Forums ist, möchte ich bitten, das Thema hiermit abzuschliessen.